Sonographie

Die Sonographie (Ultraschalluntersuchung) ist ein faszinierendes Verfahren, welches gerade für die Untersuchung
von Kindern ideal ist. Ohne Strahlenbelastung, ohne Sedierung und ohne Schmerzen ist eine weitreichende Diagnostik möglich. Wir arbeiten mit einem hochauflösenden Ultraschallgerät der neuesten Generation.

Leistungsspektrum:


  • Hüftsonographie beim Neugeborenen/Säugling
  • Hüftsonographie beim Kleinkind/Schulkind
  • Abdominalsonographie (Bauchorgane)
  • Nieren-/Blasenuntersuchung beim Säugling (Zusatzangebot zur U4 als Privatleistung)
  • Schilddrüsensonographie
  • Schädelsonographie
  • Sonographie der Nasennebenhöhlen
  • Sonografie bei Verletzungen


HÜFTSONOGRAPHIE BEIM NEUGEBORENEN/SÄUGLING


Diese Untersuchung ist Bestandteil der Vorsorge U3 und dient dem frühzeitigen Erkennen einer Hüftgelenksdysplasie. Im Ultraschallbild wird die Qualität des Gelenkes anhand spezieller Messmethoden bewertet. Bei auffälligen Befunden bzw. unter einer Behandlung sind weitere Kontrollen notwendig. Eine frühe Diagnose ermöglicht einen entsprechend frühzeitigen Behandlungsbeginn und gewährleistet den bestmöglichen Erfolg konservativer Verfahren.

Kinder mit besonderen Risikofaktoren für eine Hüftdysplasie (Geburt aus Beckenendlage, Zwillinge, Hüftdysplasie in der Familie) oder einem auffälligen Untersuchungsbefund bei der Vorsorge U2 erhalten ihre erste Hüftsonographie schon in den ersten beiden Lebenswochen.

HÜFTSONOGRAPHIE BEIM KLEINKIND/SCHULKIND


Auch bei Kindern jenseits des Säuglingsalters gibt es Indikationen für eine Ultraschalluntersuchung der Hüften.
Recht häufig ist der sogenannte „Hüftschnupfen“ (Coxitis fugax), eine meist harmlose Gelenksreizung, die durch plötzliches Humpeln und Schmerzen im Bein (eher Oberschenkel und Knie) ohne erinnerliches Trauma auffällt.
Unter anderem per Sonographie lässt sich hierbei recht schnell die beruhigende Diagnose stellen, der Verlauf kontrollieren und diese harmlose Erkrankung gegen andere Erkrankungen abgrenzen.

ABDOMINALSONOGRAPHIE


Praktisch alle Organe des Bauchraums sind der Ultraschalluntersuchung zugänglich:
Nieren und Harnblase, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Milz, viele Abschnitte des Magen-Darm-Trakts und die großen Blutgefäße. Bei Abklärung von Bauchschmerzen und Harnwegsinfektionen, nach Unfällen und bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung sowie bei unzähligen weiteren Fragestellungen stellt die Abdominalsonographie ein schmerzloses und nichtinvasives Untersuchungsverfahren dar.

NIEREN- UND BLASENSONOGRAPHIE BEIM SÄUGLING (ALS PRIVATES ZUSATZANGEBOT BEI U4)


Als zusätzliche, freiwillige Vorsorgeuntersuchung bieten wir eine Ultraschalluntersuchung der Blase und der Nieren ihres Säuglings an. Ziel ist es, frühzeitig Blasenentleerungsstörungen sowie Harntransportstörungen zwischen Nieren und Blase (Aufstau oder Rückstrom/Reflux) zu erkennen, sowie die Nieren nach Lage, Größe und Aussehen zu beurteilen. Bei U3 erhalten Sie ein Merkblatt zu diesem Untersuchungsangebot. Bitte teilen Sie bei Vereinbarung des U4-Termins mit, ob Sie das Angebot wahrnehmen möchten.

Die Nieren- und Blasensonographie berechnen wir als „IGeL“-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung), die Sie privat in Rechnung gestellt bekommen. Säuglinge, bei denen es um die Abklärung einer im Schwangerschaftsultraschall entdeckten Auffälligkeit geht, werden selbstverständlich auf Kosten der Krankenkasse untersucht.

SCHILDDRÜSENSONOGRAPHIE


Die Schilddrüse ist aufgrund ihrer Lage (vor dem Kehlkopf) ein Organ, das sich ideal für eine Ultraschalluntersuchung anbietet. Die Schilddrüse ist zur Herstellung der lebenswichtigen Schilddrüsenhormone auf eine gute Jodzufuhr über die Nahrung angewiesen. Bleibt diese aus, kommt es zu einer Vergrößerung (Struma, Kropf), welche später zu Funktionsstörungen oder Veränderungen im Gewebe (gutartige, selten sogar bösartige Neubildungen) führen kann. Zudem kann die Vergrößerung ein Engegefühl erzeugen und kosmetisch unvorteilhaft aussehen.

Im Gegensatz zu den Küstenregionen ist der Süden des Landes (Extrembeispiel Alpentäler) eine Region mit
Jodmangel (Luft, Wasser, Böden). Dem wird inzwischen über die Verwendung von jodiertem Speisesalz entgegengewirkt. Auch der Genuss von Meeresfisch kann die Jodbilanz bei der Ernährung deutlich verbessern. Trotzdem zeigen viele Kinder schon Vergrößerungstendenzen der Schilddrüse.

Wir führen Schilddrüsensonographien meist ab dem Alter von 5 Jahren durch (ab diesem Alter gibt es verlässliche Normwerte zum Vergleich). Nach Bestimmung des Schilddrüsenvolumens kann entschieden werden, ob eine zusätzliche Jodgabe (Tabletten) erforderlich ist. Auch die weiteren Kontrollen erfolgen sonographisch.

Auch andere Veränderungen der Schilddrüse wie Knoten oder Zysten sowie entzündliche Erkrankungen wie die Hashimoto-Thyreoiditis lassen sich sonographisch diagnostizieren und weiterkontrollieren.

Bei besonderen Fragestellungen arbeitet unsere Praxis mit der endokrinologischen Ambulanz am MVZ der Kinderklinik Villingen (Prof. Dr. Schwab, Universität Freiburg) sowie mit der nuklearmedizinischen Praxis Hebrank am Tuttlinger Klinikum zusammen.

SCHÄDELSONOGRAPHIE


Die große Fontanelle des Säuglings stellt ein ideales „Fenster“ dar, durch welches das Gehirn per Ultraschall untersucht werden kann (maximal bis 18 Monate, dann schließt sich diese Lücke zwischen den Schädelknochen). Später kann das Gehirn nur noch mit hohem Aufwand (Kernspintomographie erfordert Sedierung) oder erheblicher Strahlenbelastung (Computertomographie) dargestellt werden.

Die Schädelsonographie eignet sich zu Diagnostik von angeborenen oder erworbenen Veränderungen der Hirnsubstanz sowie der Hirninnenräume. Da keine Strahlenbelastung entsteht, ist die Untersuchungstechnik ideal für Störungen, die häufige Nachkontrollen erfordern (z.B. Hirnblutung beim Frühgeborenen, Folgen von Sauerstoffmangel, Hydrozephalus). Aber auch für Fragestellungen wie die Suche nach einem Schädelbruch nach Sturz ist die
Sonographie geeignet.

SONOGRAPHIE DER NASENNEBENHÖHLEN


Die Nasennebenhöhlen (Kieferhöhlen, Stirnhöhlen) sind luftgefüllte Hohlräume im Schädel, die die Natur zur Gewichtsersparnis „eingebaut“ hat. Sie entwickeln sich im Laufe der Kindheit. Bei älteren Kindern und Jugendlichen kann es im Rahmen von langdauernden Erkältungskrankheiten zur Verschleimung und schließlich Entzündung dieser Höhlen kommen. Die Folge sind starke Kopf- und/oder Gesichtsschmerzen. Per Ultraschall lassen sich die Ergussbildungen in Stirn- und Kieferhöhlen nachweisen.

SONOGRAPHIE BEI VERLETZUNGEN


Die Sonographie ermöglicht heute bei zahlreichen Verletzungen zunächst auf ein Röntgen-Bild zu verzichten.
Hierzu zählen Schädelbrüche, Knochenbrüche an den Gliedmaßen, Gelenksergüsse sowie bei Verrenkungen des Ellenbogengelenks. Auch eine Beurteilung des Heilungsverlaufs ist mittels der Sonografie möglich.